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IG Bohr: Kritik an Tempo 250 in Berlin vorgetragen

Veröffentlicht in Kreisverband

Die IG Bohr traf sich auf Initiative des Vorsitzenden der SPD Markgräflerland Hartmut Hitschler (im Bild ganz rechts) und auf Einladung des Emmendinger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner (zweiter von rechts) mit dem für den Verkehrsbereich zuständigen stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Sören Bartol (dritter von rechts). Roland Diehl, Gerhard Kaiser und Georg Binkert von der IG-Bohr schilderten das derzeit aktuellste Anliegen.

Für die IG Bohr ist nicht nachvollziehbar, dass die Bahn nach wie vor an Tempo 250 für die Rheintalbahn festhalte. Laut Diehl und seinen Mitstreitern sind 250 km/h etwa in Ringsheim oder am Katzenbergtunnel schon aufgrund der kurvigen Streckenführung nicht möglich. Die IG Bohr werde deshalb das Sachverständigenbüro Basler & Partner beauftragen, eine Kosten-Nutzen-Rechnung zu erstellen zur Frage, welche Ausbaukosten und Lärmschutzerfordernisse für die Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel jeweils bei der Tempo 250, Tempo 230 und Tempo 200 entstehen. Immerhin 55.000 € kostet die Bürgerinitiative und die beteiligten Gemeinden Lahr, Mahlberg, Ringsheim, Herbolzheim, Kenzingen, Malterdingen, Auggen, Bad Bellingen und Efringen-Kirchen das Gutachten. SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner begrüßte diese Initiative, weil auch er nicht überzeugt ist, ob Tempo 250 tatsächlich erforderlich ist, vor allem weil laut Bahn dann zwischen Mahlberg und Kenzingen ein 11 km langes neu zu bauendes Überholgleis nötig sei. SPD-Fraktionsvize Sören Bartol zeigte ebenfalls Interesse am Gutachten und sagte, dass die im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Temporegelung 250 zwar eine Vorgabe sei. Wenn sich aber alle einig seien, dass dies nicht erforderlich sei, sei der Bundesverkehrswegeplan insofern änderbar.

Hartmut Hitschler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Markgräflerland, forderte für die IG Bohr die Tieferlage im Markgräflerland. Nicht nur werde die Landschaft durch die derzeit geplante Trasse mit Lärmschutzwänden zerschnitten. Vor allem würden sich Kälteseen bilden, die die Vegetation massiv belasten könnten. Kritisch sieht die IG Bohr auch, dass vor dem Katzenbergtunnel oft Gefahrgutwaggons und laute Kühlwaggons in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern über einen längeren Zeitraum halten bis zur Weiterfahrt.

Bild und Text: Pressemitteilung Johannes Fechner

 

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