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Norbert Brugger mit der Staufermedaille geehrt

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Deine Löffinger Sozis gratulieren -lich, lieber Norbert

Norbert Brugger mit der Staufermedaille geehrt

Die Staufermedaille ist die höchste Ehrung, die das Land Baden-Württemberg verleiht. Seit Samstag gehört Norbert Brugger zu den Trägern des Landesordens, den ihm Justizminister Guido Wolf überbrachte.

"Tu so viel Gutes, wie Du kannst, und mache so wenig Gerede wie möglich darüber", mit dem Zitat von Charles Dickens, eröffnete Wolf seine Laudatio, in der er das stille Wirken aller im Ehrenamt tätigen Mitbürger hervorhob. "Dieses muss der Staat in die Öffentlichkeit bringen, es sehen und würdigen", betont Wolf.

Die Kriterien für den Orden, nämlich der Erwerb großer Verdienste um das Gemeinwohl, die weit über die beruflichen Pflichten hinaus gehen, seien geradezu für den Ehrenbürger und Altbürgermeister geschrieben. "Norbert Brugger ist in Löffingen eine Institution", sagte Wolf. Mit seinem vorausschauenden Denken, seinem starken Willen, seiner Art auf Menschen zuzugehen und seiner freundlichen Art habe er vieles zum friedlichen Aufstieg seiner Heimat beigetragen. Brugger sei eine mehr als verdiente Persönlichkeit und ein Gemeinwohlgestalter, der viel Herzblut und Leidenschaft ins Spiel bringe.

Wolf zählte das vielseitige Engagement im Ehrenamt auf, das mit dem Einstieg in den aktiven Sport als Fußballtrainer und Geschäftsführer begann. Dass Brugger auch Initiator des Hochschwarzwälder Weinfestes war, verriet Wolf ebenfalls. Vieles habe Brugger auf kommunalpolitischer Ebene erreicht: Er war Gemeinderat von 1980 bis 2005, Fraktionsvorsitzender der SPD von 1989 bis 2005 und Bürgermeisterstellvertreter von 1994 bis 2005. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Löffingen (2005 bis 2014) wurden viele Straßen und die Festhalle saniert, eine neue Sporthalle und eine Kindertagesstätte gebaut. Auch war er Ideengeber und Motor beim Bau der Seniorenwohnanlage, der er als Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 2014 zur Verfügung stand. Seit 1984 ist er für die SPD Mitglied des Kreistags und dort auch Mitglied verschiedener Ausschüsse. Auch im Regionalverband südlicher Oberrhein ist er Mitglied. "In parteipolitischen Auseinandersetzungen war er immer ein fairer Kollege", bestätigte Wolf. Die Staufermedaille habe sich Norbert Brugger mehr als verdient. Einen Teil der Medaille gehöre aber auch Ehefrau Marianne für ihre stille Hilfestellung und Entbehrungen.

Mit dem "Brugger-Marsch", den Gottfried Hummel eigens auf die Verabschiedung des Altbürgermeisters Brugger komponierte, gratulierten die beiden Akkordeonisten Hummel und Waldemar Lang.

Norbert Brugger und der Marsch teilen nach Aussage von Landrätin Dorothea Störr-Ritter viele Eigenschaften wie dynamisch, diszipliniert, stimmgewaltig und kraftvoller Schlusspunkt ("Irgendwann muss man zur Entscheidung kommen"). Auch Heimatverbundenheit und Verständnis für die Heimat kämen bei beiden zum Ausdruck. Im Bereich Tourismus gelte Brugger als "Kämpfer für den Hochschwarzwald", ohne die anderen Regionen, nicht aus den Augen zu verlieren. "Die Überparteilichkeit war bei allen wichtigen Themen nie ein Hindernis", bestätigte sie Brugger einen fruchtbaren Austausch im Kreistag, den auch die beiden Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Reiner Zimmermann (SPD) und Rudolf Gwinner (FDP), bestätigten.

Der SPD-Slogan im Kommunalwahlkampf "Blick für das Ganze, Verständnis für den Einzelnen" gilt nach Aussage des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Gemeinderat, Dieter Köpfler, für Norbert Brugger immer noch, dem er eine positive Grundeinstellung zu den Menschen quittierte. Mit seiner Meinung würde er nicht hinterm Berg halten, doch immer den richtigen Ton und die richtige Sprache treffen.

Bürgermeister Tobias Link hob die großen Verdienste seines Vorgängers für die Gemeinde, die Vereine und für überörtliche Organisationen hervor. Auch durch seine vielen Vorstandsposten habe er großes Engagement bewiesen. Er dankte dem Altbürgermeister, dass er ihm ein gut bestelltes Feld überließ. Den Titel Ehrenbürger, den er im vergangenen Jahr erhielt, habe er mehr als verdient. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hochschwarzwald, Jochen Brachs, überbrachte einen Scheck in Höhe von 1000 Euro, dessen ehrenamtlicher Verwendungszweck der Jubilar bestimmen darf.

"Ich hatte viel Glück im Leben und war in den entscheidenden Lebensphasen mit den richtigen Leuten zusammen", dankte Brugger einer Reihe von Menschen, mit denen er seine persönlichen Ziele verwirklichen und zum gesellschaftlichen Zusammenleben beitragen konnte. "Doch die Politik muss dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gepflegt und angepasst werden", verfiel er schon wieder in sein Element.

(Badische Zeitung, Christa Maier)

 

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